Länger leben heißt nicht automatisch, länger krank oder pflegebedürftig zu sein. Beim gemeinsamen Jahreskongress von DGG und DGGG stellt der Philosoph Prof. Otfried Höffe deshalb die verbreitete Erzählung über den demografischen Wandel infrage: Statt von „Überalterung“ spricht er von „gewonnenen Jahren“ – und sieht das eigentliche Problem vielmehr in einer gesellschaftlichen „Unterjüngung“.
In seinem Festvortrag im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung wird Höffe den Blick auf die gesellschaftlichen Chancen einer längeren Gesundheitsspanne richten. Dabei geht es um Arbeit und Bildung ebenso wie um gesellschaftliches Engagement und Teilhabe – und um die Rahmenbedingungen, die es braucht, damit zusätzliche Lebensjahre tatsächlich als gewonnene Jahre gestaltet werden können.
Der Festvortrag Gewonnene Jahre. Gesellschaftliche Chancen und Risiken der höheren Lebenserwartung findet am Mittwoch, 23. September 2026, von 17:45 bis 18:30 Uhr statt.
Foto: Heike Schulz